KUNST/MITTE Notes

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Positive Emotionen – das kann Kunst

26.07.2020, kompakt redaktion

Wenn der Name Max Grimm fällt, bringt man mit ihm farbenfrohe Kunst in Verbindung. Vielleicht tauchen dem einen oder anderen die von ihm verschönerten Objekte – etwa in der Schönebecker Straße in Buckau oder am Eiskellerplatz in Sudenburg – vor dem geistigen Auge auf. Kunst am Bau ist ein Aspekt seiner Arbeit, dem der 1986 geborene Magdeburger am liebsten mehr Aufmerksamkeit schenken würde. „Ich leiste gern meinen Beitrag, wenn es darum geht, die Stadt zu verschönern“, sagt Max Grimm. „Kunst kann überall stattfinden und in Magdeburg gibt es zahlreiche Flächen, die sich für eine ‚Galerie‘ im Freien eignen würden.“ Erst kürzlich hat er sich gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und Künstlern an der Kampagne „kulturmachtbunt“ beteiligt. Im gesamten Stadtgebiet wurden auf 220 Litfaßsäulen, 60 Großplakatflächen, in Gastronomien und Kultureinrichtungen sowie auf Gratispostkarten farbige Akzente platziert, um den Corona-bedingt leeren Werbeflächen und -aufstellern etwas entgegenzusetzen.

Dass der Maler und Grafiker viel mit bestimmten Farbkombinationen arbeitet und seine Werke nie trist wirken und aufgrund der facettenreichen Motive zur ausführlichen Erkundung einladen, hängt natürlich mit seiner persönlichen Einstellung zur Kunst zusammen. „Für mich sollte Kunst immer positive Emotionen hervorrufen. Die Menschen sollen sich daran erfreuen“, erzählt Max Grimm, der schon früh künstlerische Anregungen und Einblicke durch die Grafik-Druckwerkstatt seines Vaters erhielt. „Dass es auch Kunst geben muss, die sich kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzt und negative Aspekte beleuchtet, steht außer Frage. Aber es prasseln täglich so viele traurige Neuigkeiten auf uns ein, weshalb ich mit meiner Arbeit lieber positive Gefühle erzeugen möchte.“

Und das gelingt ihm mit seinen satten Farbintonationen zweifelsohne. Denn nicht nur aus seiner Heimatstadt erreichen Max Grimm Anfragen – privat und von Unternehmen –, Häuserfassaden zu gestalten oder Besonderheiten eines bestimmten Ortes grafisch festzuhalten. „Das ist es ja auch, wovon der Künstler lebt“, sagt er mit einem Lächeln. „Man sollte sich nicht immer in derselben Umgebung bewegen, sondern den Blick auch mal etwas weiter schweifen lassen.“ Wer reist, andere Gewohnheiten, fremde Kulturen kennenlernt, der findet Inspiration. „Tatsächlich ist es so, dass ich auf Reisen und im Austausch mit anderen Künstlern viele neue Ideen bekomme“, erzählt Max Grimm, der vieles von seinem Vater gelernt, sich aber auch vieles selbst beigebracht hat. (Tina Heinz)

Waldszene – pink

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