
Was Eva-Lotte Gruner ihren Schülern und Schülerinnen im Kunstunterricht an einer Sekundarschule vermittelt, begleitet sie schon ihr ganzes Leben. Sei es das Beobachten von Szenarien, das Kreieren von Kunst oder ihre Interpretation.
Schon im Kindesalter begeisterte sich die Künstlerin und Kunstlehrerin aus Oberfranken für Kunst und ihren therapeutischen Zweck und beschreibt ihre wohl liebste Tätigkeit als einen “Begleiter, der schon immer da war, auch in schweren Zeiten und dem man immer vertrauen konnte.”
In der Oberstufe war sie sich sicher – Kunst ist ihr Steckenpferd und sie möchte daraus mehr als nur ein Hobby machen.
Heute, einen Bachelor-Abschluss in Regensburg und einen Master-Abschluss in Leipzig später, stellt sie das erste mal auf der KUNST/MITTE 2025 aus.
Gruners Studienzeit lehrte sie viel über bildende Kunst und Kunstpädagogik, wodurch sie neben den handwerklichen Hintergründen auch den modernen Kunstbegriff verstand. “Das Studium zeigte mir, das auszudrücken, was ich wirklich ausdrücken möchte”, sagte die diesjährige KUNST/MITTE-Debütantin voller Dankbarkeit.
Genau darum geht es ihr nämlich, den Ausdruck. Der Ausdruck rund um das Thema Licht und Schatten.
Dabei bildet sie Portraits und Landschaften ab, die verschiedene Lichtsituationen und die daraus entstandenen Atmosphären widerspiegeln.
Die Inspiration für ihre Werke findet die Künstlerin in ihren inneren Bildern, die durch einzelne Szenarien entstanden sind, beispielsweise auf einem ihrer vielen Spaziergänge durch den Magdeburger Stadtpark. Diese Schlüsselmomente zeigen ihr, was wirklich in ihr vorgeht, wie sie die Welt sieht und – wie sie es in Form von Kunst zum Ausdruck bringen kann.
Kreiert werden reale Bilder, die dennoch surreale Anmutungen haben und eine Art “Traumwirkung” erzeugen, so Gruner.
Mit positiven Erwartungen geht sie an die diesjährige KUNST/MITTE heran und freut sich als Erstausstellerin auf verschiedene Stile der anderen Künstler und Künstlerinnen. Die Chance, ihre Kunst einem breiteren Publikum zu zeigen, nutzt sie gern, um ihre Botschaft zu vermitteln – “Es ist die Liebe zu den Atmosphären, die ich konservieren möchte”. (Soraya Damer)
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